Prof. Dr. Matthias Gutberlet

LEITENDER ARZT: Prof. Dr. Matthias Gutberlet, Chefarzt Abteilung für Radiologie, Herzzentrum Leipzig, matthias.gutberlet@helios-gesundheit.de

ERGEBNISSE AUS DEM MRCT-REGISTER DER EUROPEAN SOCIETY OF CARDIOVASCULAR RADIOLOGY (ESCR) BEI 72.839 PATIENTEN

Gadoliniumhaltige Kontrastmittel werden seit über 30 Jah- ren zur Verbesserung der Aussagekraft der MRT-Bildgebung am Herzen bei Millionen von Menschen weltweit einge- setzt. Das führt in ganz seltenen Fällen zu Nebenwirkungen. Das Herzzentrum Leipzig ist von Anfang an an zahlreichen Studien federführend beteiligt. Trotz dieser Studien war nicht bekannt, ob es bei herzkranken Patienten zu mehr Nebenwirkungen kommt.

In einer umfassenden Register-Datensammlung von CMRs über die Jahre 2013 bis 2016 von über 300 europäischen Instituten und mehr als 72.000 Patientenuntersuchungen wurden nun unter der Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Gutberlet, Chefarzt der Abteilung für Radiologie am Herz- zentrum Leipzig, die akuten Nebenwirkungen und Auswir- kungen bei verschiedenen Herzerkrankungen und unter- schiedlichen Untersuchungstechniken nach der Gabe von Gadolinium untersucht.

Selten akute Nebenwirkungen bei herzkranken Patienten

Die Gadolinium-unterstützte Magnetresonanz- Bildgebung zeigt auch bei herzkranken Patienten nur sehr selten akute Nebenwirkungen, die mit denen bei MRT-Untersuchungen anderer Körper- regionen vergleichbar sind. Die Häufigkeit von akuten Nebenwirkungen korreliert mit dem jewei- ligen Typus des Kontrastmittels, dem verwendeten pharmakologischen Stressor und der zugrunde- liegenden Herzerkrankung.

Die zur Untersuchung notwendige Kontrastmittelmenge scheint insbesondere bei Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ebenfalls einen Einfluss auf die akute Nebenwirkungsrate zu haben.

link.springer.com/article/10.1007/s00330-019-06357-8