STATUS: gestartet 1.1.2020

FINANZIERUNG: Finanziert von der Europäischen Kommission über das Horizon 2020 Programm mit 19,88 Mio. € Gesamtkosten (einschließlich Nicht­EU finanziert: 23,38 Mio. €)

1 MIO. Patienten

>160 teilnehmende Kliniken

www.profit-project.eu

Personalisierte Risikovorhersage zur Verhinderung des plötzlichen Herztods nach Herzinfarkt

Unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Hindricks, Geschäftsführer des Leipzig Heart Institute, soll die PROFID-Studie erstmals einen personalisierten Ansatz etablieren. In enger Zusammenarbeit mit insgesamt 21 internationalen Institutionen sucht Prof. Hindricks nach wirksamen Entscheidungskriterien für die Implantation eines Kardioverter-Defibrillators zur Minimierung des Risikos eines plötzlichen Herztods. Im Fokus stehen eine bessere Absicherung der gefährdeten Patienten und die gezielte Einsetzung von implantierbaren Defibrillatoren. So bezieht die Studie nicht nur Forschung und Patienten mit ein, sondern auch Patientenorganisationen und staatliche Einrichtungen.

Dringend benötigte Forschung

In Europa sterben jährlich ca. 350.000 bis 700.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Oftmals sind die Betroffenen bereits durch einen erlittenen Herzinfarkt vorbelastet. Bisher bekommen Patienten zum Schutz vor einem plötzlichen Herztod einen Defibrillator implantiert, wenn die gemessene Auswurfrate des Herzens bei einem Herzschlag nach dem Herzinfarkt unter 35 Prozent des Herzvolumens gefallen ist.

„Wir beobachten aber, dass viele Patienten diesen Defibrillator einerseits nie brauchen oder andererseits sogar eine Komplikation dadurch erleiden“, so Prof. Hindricks.

Der Großteil der Todesfälle entfällt aber auf die Gruppe mit über 35 Prozent Auswurfrate, die nach aktuellen Leitlinien keine Defibrillatorimplantation bekommen bzw. nicht geschützt werden. Hier tritt die medizinische Forschung seit 10 Jahren auf der Stelle.

 

 

 

This project has received funding from
the European Union’s Horizon 2020 research and innovation
programme under grant agreement No 847999