Die Wissenschaftler um Studienleiter Dr. Alexander Jobs vom DZHK- Standort Hamburg/Kiel/Lübeck und dem Herzzentrum Leipzig wollen Ärzten mit den Ergebnissen dieser Studie mehr Sicherheit bei der Entscheidung über die Behandlungsintensität und -dauer verschaffen.

Sehr viele Patienten müssen aufgrund einer Verschlechterung von Herzinsuffizienzsymptomen im Krankenhaus behandelt werden. Diese Symptome und Zeichen werden überwiegend durch eine „Überwässerung“ verursacht. Ziel der Behandlung dieser Patienten im Krankenhaus ist es, überschüssiges Wasser auszuschwemmen und dadurch die Belastung des schwachen Herzens zu reduzieren. Die rein klinische Einschätzung des Wasserhaushaltes ist allerdings unsicher.

In der CAVA-ADHF-Studie wurde untersucht, ob die Ultraschalluntersuchung der Vena cava inferior (untere Hohlvene) die Einschätzung des Wasserhaushaltes und somit die Rekompensationstherapie (v. a. das Ausschwemmen überschüssigen Wassers) hinsichtlich der Änderung eines Laborparameters (NT-pro BNP), welcher eine gute Behandlungsqualität anzeigt und mit einer günstigen Prognose assoziiert ist, verbessert. Die Rekrutierung wurde im September 2019 abgeschlossen. Insgesamt wurden an 15 Zentren in Deutschland 388 Patienten eingeschlossen. Aktuell läuft der Nachbeobachtungszeitraum, die Ergebnisse werden im Sommer 2020 präsentiert.

LEITENDER ARZT: Dr. Alexander Jobs, Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur, alexander.jobs@helios-gesundheit.de