LEITENDER ARZT: Prof. Michael Borger, MD PHD, Direktor Universitätsklinik für Herzchirurgie, michael.borger@helios-gesundheit.de

MODERNSTE TECHNIK ZUR BEHANDLUNG VON SCHWEREN HERZKLAPPENERKRANKUNGEN UND MITRALKLAPPENINSUFFIZIENZ

Unter Leitung von Prof. Michael Borger (Herzzentrum Leipzig) untersucht die Multi-Center-Studie die Behandlung mit dem System NeoChord DS1000 im Vergleich zu einem traditionellen chirurgischen Eingriff. Die Dauer der Studie wird acht Jahre betragen. Neben dem Herzzentrum Leipzig nehmen weltweit 30 weitere wissenschaftliche Zentren teil. Eingeschlossen werden bis zu 615 für die Studie relevante Patienten.

Am seidenen Faden

Das NeoChord Artificial Chordae Delivery System (Modell DS1000) ist für die Platzierung künstlicher Chordae vorgesehen, wenn die natürlichen Sehnen der Chordae aufgrund einer degenerativen Mitralklappenerkrankung gedehnt oder gerissen sind. Die Chordae tendineae sind dünne Sehnenfäden, die an den freien Enden der Segelklappen des menschlichen Herzens ansetzen und das Zurückschlagen der Segelklappe in den Vorhof des Herzens während der Phase der Herzmuskelkontraktion verhindern.

Direkter Vergleich von traditioneller und moderner Operationstechnik

Ziel der randomisierten Studie ist es, klinische Daten zu erhalten, um zu verstehen, ob das System NeoChord DS1000 der traditionellen Mitralklappenreparatur-Chirurgie, die mit einer hohen Patientenbelastung einhergeht, in Bezug auf die Sicherheit überlegen ist. Und ob seine Wirksamkeit der chirurgischen Reparatur nicht unterlegen ist.

Aufgrund der exzellenten Ausstattung, der standortbedingten Menge an herzchirurgischen Eingriffen und den damit einhergehenden Fallzahlen lassen sich neue Behandlungsmethoden am Herzzentrum Leipzig wirksam vergleichen.